Neues im Steuerjahr 2019

Steuerliche Neuigkeiten

Das neue Jahr hält in Sachen Steuererklärung einige Änderungen für Steuerzahler bereit. So können Steuerzahler von verschiedenen Gesetzesänderungen und höheren Freibeträgen profitieren. Die offensichtlichste Neuerung aber betrifft die Abgabe der Erklärung selbst. Hier einige Änderungen, die Sie kennen sollten:

 

Gesetzesänderung gilt erst für Steuererklärungen 2018

Die Verlängerung der Frist zur Abgabe der Steuererklärung ist eine der wesentlichen Änderungen, die dieses Gesetz bringt. Allerdings greift diese veränderte Regelung entgegen einiger Berichte noch nicht in diesem Jahr, sondern erst bei Steuererklärungen für das Jahr 2018.

So kann die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2018 bis zum 31.7.2019 eingereicht werden. Für die Jahressteuererklärungen für die Jahre 2016 und 2017 bleibt es hingegen noch bei der bislang geltenden Frist zum 31.5. des Folgejahres. Auch beratene Steuerpflichtige bekommen ab der Jahressteuererklärung für das Jahr 2018 mehr Zeit: In diesem Fall verlängert sich die Frist vom 31.12. des Folgejahres auf den 28. bzw. 29.2. des übernächsten Jahres.

 

 

Grundfreibetrag wird ab 2019 angehoben

Der Steuertarif wird zugunsten der Bürger angepasst. Dieser steigt 2019 um 168 Euro auf 9.168 Euro. Dabei handelt es sich um das sogenannte Existenzminimum. Bis zu dieser Grenze bleibt das Einkommen steuerfrei. Die Erhöhung des Grundfreibetrags ist also für alle Steuerzahler eine positive Nachricht.

 

Mehr Kindergeld ab 2019

Auch Familien können ein wenig aufatmen. Für sie gibt es ab 2019 nämlich mehr Kindergeld. Allerdings gilt der neue Betrag erst ab Juli des Jahres.

 

Übersicht der neuen Kindergeldbeträge:

 

Kinderfreibeträge werden ab 2019 angehoben

Auch die Kinderfreibeträge werden ab 2019 deutlich angehoben. Davon können Familien profitieren, die anstelle des Kindergeldes den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen.

Im Folgenden sind die Kinderfreibeträge pro Kind aufgelistet. In der rechten Spalte befinden sich die Freibeträge inklusive Betreuungsfreibetrag:

Abschaffung des Solidaritätszuschlags?

Der Koalitionsvertrag von 2018 sieht vor, dass der Solidaritätszuschlag schrittweise abgebaut werden soll. Die CDU/CSU und SPD planen, dass im Rahmen einer Gleitzone eine Freigrenze eingeführt werden soll, die das Ziel hat, rund 90 Prozent der Steuerzahler vom Soli zu befreien. Bis heute ist noch nicht eindeutig geklärt worden, wie genau der schrittweise Abbau aussehen soll. Anfang 2021 soll der Solidaritätszuschlag nach und nach zurückgeschraubt werden.

 

Steuerfreies Job – Ticket

Um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver zu machen, sind Jobtickets künftig steuerfrei. Arbeitnehmer, die die Monatskarte kostenlos oder verbilligt bekommen, müssen die Ersparnis nicht mehr versteuern. Die steuerfreien Leistungen werden aber auf die Entfernungspauschale angerechnet. Der neue Steuervorteil gilt nicht für Beschäftigte, die das Job-Ticket in Form einer Entgeltumwandlung bekommen.

 

Weitere Neuheiten ab 2019

  • Anhebung des Mindestlohns: ab 01.01.2019 beträgt dieser 9,19 Euro pro Stunde
  • Beiträge zur Arbeitslosenversicherung: der Beitragssatz wird um 2,6 Prozent gesenkt
  • Beiträge zur Krankenversicherung: Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent bleibt bestehen, Zusatzbeitrag soll künftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen getragen werden
  • Beiträge zur Pflegeversicherung: Beitrag soll um voraussichtlich 0,3 Prozent steigen
  • Midijobs: Gleitzone liegt fortan zwischen 450,01 Euro und 1.300 Euro

 


Ihre Ansprechpartner:

Anja Geigl
Steuerberaterin
Fachberaterin für den Heilberufebereich (IFU/ISM gGmbH)
Zertifizierte Wirtschaftsmediatorin
Managing Partner
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Dipl.-Kfm.
Dr. Ralf Erich Schauer
Steuerberater
Partner
Fachberater für den Heilberufsbereich (IFU/ISM gGmbH)
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